„Wer sind wir? Wo kommen wir her? Wohin gehen wir? Was erwarten wir? Was erwartet uns? Viele fühlen sich nur als verwirrt. Der Boden wankt, sie wissen nicht warum und von was. Dieser ihr Zustand ist Angst, wird er bestimmter, so ist er Furcht.“
Diese Worte Ernst Blochs aus seinem Werk „Das Prinzip Hoffnung“ sind heute aktuell wie damals. Oder waren sie immer aktuell?
Wovon singen wir eigentlich, wenn wir von Herzen singen? Tatsächlich ist Hoffnung prinzipiell beim Singen immer dabei. Offensichtlich bei den Geschichten des leidenden Hiob oder des neugeborenen Messias, aber auch in unseren Trauergesängen und Liebesdramen. „Eines Tages werde ich ihn wiedersehen“, singt Butterfly, „Ich werde gewinnen“, singt Calaf in Turandot, und das auch, wenn sie vor der dunklen Nacht stehen, oder bei Abschied ohne Aussicht.
Daraus lernen wir auch in Zeiten der Unsicherheit und singen immer hoffnungsvoll… aus Prinzip!
Seien Sie dazu herzlich eingeladen.
Ihr
Ud Joffe